Zehn Jahre nach Utöya: Norwegen noch immer traumatisiert

Zehn Jahre nach Utöya: Norwegen noch immer traumatisiert

Audio | 22.07.2021 | Dauer: 00:05:29 | SR 2 - Kai Schmieding / Sophie Dongels

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Am 22. Juli 2021 ist es genau zehn Jahre her, dass der rechtsextreme Terrorist Anders Behring Breivik loszog, um im Regerungsviertel von Oslo eine Bombe zu zünden und kurz darauf auf der Insel Utöya auf Andersdenkende in einem politischen Sommercamp zu schießen. Am Ende waren insgesamt 77 zumeist junge Leute tot, Breivik kam ins Gefängnis. "Der Schmerz sitzt immer noch tief", berichtete Skandinavien-Korrespondentin Sophie Dongels am Jahrestag des Massakers im Gespräch mit SR-Moderator Kai Schmieding. Norwegen begreife die Tat noch heute als "Anschlag gegen das ganze Land, gegen die gesamte Gesellschaft". Viele Menschen seien allerdings unzufrieden mit der Aufarbeitung, sähen zu wenige Engagement im Kampf gegen Rechtsextremismus, so Dongels. Der norwegische Inlandsnachrichtendienst vermute heute sogar mehr Rechtsextreme im Land als vor zehn Jahren.

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