Ein Kommentar zur Frankfurter Buchmesse 2021

Ein Kommentar zur Frankfurter Buchmesse 2021

Audio | 25.10.2021 | Dauer: 00:03:02 | SR 2 - Michael Metzger

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Die Frankfurter Buchmesse war 2021 in vielerlei Hinsicht anders als sonst - auch wenn sie eigentlich doch vor allem wieder so sein wollte wie "vor Corona". Aber spätestens mit dem Messe-Boykott der Autorin Jasmina Kuhnke - und später auch weiterer Autorinnen und Autoren - unter anderem gegen die Präsenz rechter Verlage auf der Messe kam eine nicht ganz neue Diskussion in Fahrt - nämlich jene über Meinungsfreiheit und Grundrechte. Michael Metzger bezieht in seinem Kommentar Stellung für die Perspektive jener Frauen, die Rassismus am eigenen Leib erfahren haben: "Ich unterstütze diese Frauen in ihrer Wut - und in ihrem Boykott". Wenig überzeugend hält er dafür das Argument, dass die Buchmesse "rechten Verlagen" nur deshalb Zutritt gewähre, weil sie Geld verdienen wolle. Das sei schon deshalb falsch, weil die beiden kritisierten Aussteller sich "gerade noch" auf dem Boden der Verfassung bewegten und sich zudem mit deren vielleicht zwölf Quadratmeter großen Ständen gar kein Geld verdienen lasse. "Dass die Messeverantwortlichen ersthaft die freie Meinung respektiueren wollen, wird hämisch weggewischt", mahnte Metzger, "Recht auf freie Meinung ist aber das wichtigste Bollwerk der Demokratie gegen Diktaturen. Das übersehen die wütenden Boykottiererinnen". Zudem hätte den "rechten Verlagen" ohne den medial groß dargestellten Boykott niemand Aufmerksamkeit geschenkt, gab Metzger zu bedenken. Insgesamt aber sei es gut, dass das Thema Rassismus wieder ins Bewusststein gerufen worden sei.

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