Macron nun vor "ganz schwierigen" Aufgaben

Macron nun vor "ganz schwierigen" Aufgaben

Audio | 25.04.2022 | Dauer: 00:05:31 | SR 2 - Jochen Erdmenger / Sabine Wachs

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Emmanuel Macron hat die Stichwahl zur Präsidentschaft in Frankreich am 24. April mit gut 58 Prozent klar für sich entschieden und darf damit weitere fünf Jahre der Chef im Elysée-Palast bleiben. Er verstehe sich als "Präsident aller Franzosen" - auch jener, die lieber Le Pen als Siegerin gesehen hätten, hatte Macron am Fuße des Eiffelturms verkündet. Ihm sei bewusst, dass viele Menschen ihn allerdings nur gewählt hätten, um Le Pen zu verhindern. Das sieht auch Frankreich-Korrespondentin Sabin Wachs so: Viele hätten ihre Stimme für Macron nur "mit der Faust in der Tasche und mit zwei zugedrückten Augen" abgegeben, erklärte sie im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Erdmenger. Immerhin habe Le Pen gerade in den vergangenen fünf Jahren "hart gearbeitet", um ihr Bild in der Öffentlichkeit aufzupolieren und sich "vor allem für die Konservativen wählbar zu machen". "Sie ist jetzt präsidiabler" und werde von vielen Menschen durchaus als fähig angesehen, das Präsidentenamt zu führen, sagte Wachs. Immerhin 28 Prozent der Wahlberechtigten, darunter "viele aus dem ganz linken Lager", hätten allerdings auf ihr Stimmrecht verzichtet, auch, weil sie weder Macron noch Le Pen ganz oben sehen wollten. Nun stehe Macron vor der Aufgabe, die Gräben in der französischen Gesellschaft zu schließen: Dafür müsse er es schaffen, den "linken Rand" mit einzubinden, zugleich Antworten auf die Wut der Le Pen-Wähler zu finden und eine Regierung zu bilden, die auch die Interessen der Grünen berücksichtige.

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